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Was wir vielleicht nicht wissen wollen

Telepathie ist eine uns angeborene Fähigkeit, aber viele Menschen verschliessen sich unbewusst oder bewusst davor, aus Angst, mehr zu erfahren, als sie verkraften können. Oft fragen mich KursteilnehmerInnen, ob es nicht auch schlimm sein kann, alle Tiere plötzlich zu "hören". Natürlich besteht die Möglichkeit, Negatives zu hören und Dinge zu erfahren, die wir vielleicht gar nicht wissen wollen oder uns belasten könnten. Die erste Grundlage meiner Arbeit ist, dass ich um Schutz und Stärke für mich selbst bitte. Auch befrage ich nicht ungefragt anderer Leute Tiere, meiner Arbeit liegt der Ehtikcode zugrunde, der sehr gut auf viele Bereiche des Lebens übertragbar ist.

Ich bin nicht ununterbrochen "auf Empfang". Ich halte es für sehr wichtig, jedes Gespräch bewusst zu beginnen und auch bewusst zu beenden. Wir nehmen zum Telefonieren schließlich auch den Hörer ab und legen ihn danach wieder auf. Warum Energie verbrauchen, die gerade gar nicht benötigt wird? Das Entscheidende ist die Bewusstheit, mit der wir an die Sache herangehen. Ich beginne jedes Gespräch mit einem klaren Hallo oder ähnlichem und beende es mit einem Dank und einem Wort des Abschieds. Ich mache das in dem Bewußtsein, dass alles, was zu dem Tier gehört, bei dem Tier bleibt und alles, was zu mir gehört, bei mir bleibt. Nehmt nichts an Euch, was nicht zu Euch gehört und projiziert nichts auf das Tier.

Ein besonderes Erlebnis verhalf mir vor ein paar Jahren zu der Erkenntnis, mich trotz der Gefahr, mehr zu fühlen, als mir lieb ist, nicht der telepathischen Kommunikation zu verschliessen. Ich möchte es gern hier für Euch wiedergeben:

Ich befand mich einmal auf einer Bundesstrasse und sah etwas am Strassenrand, was aussah wie ein toter Fuchs. Mir schossen die Tränen in die Augen (ich liebe Füchse und sie sind so selten!) und ich bekam eine Riesenwut auf unsere Welt, die keinen Platz mehr für so wunderbare Wesen zu haben scheint. Ich weiss, dass Tiere dankbar sind, wenn sie würdig begraben werden, und so wendete ich und stieg aus, um den Fuchs wenigstens ins Gebüsch zu legen. Ich kam näher und näher - und sah, der vermeintliche Fuchs war nur ein Stück Stoff. Ich lachte und atmete auf vor Erleichterung.

Warum ich diese Geschichte erzähle? Wäre ich weitergefahren, hätte ich nie herausgefunden, dass dies kein Fuchs war und hätte den Ärger und die Trauer in mir behalten. Der Mensch ist viel hilfreicher für sich und andere, wenn er weiss, was los ist und weiss, was zu tun ist. Wäre es tatsächlich ein toter Fuchs gewesen, ich hätte für ein würdiges Begräbnis sorgen und verhindern können, dass weitere Autos seinen Körper entstellen. Wäre es ein schwer verletzter Fuchs gewesen, hätte ich ihn zum Tierarzt fahren können, um ihm zu helfen (ggf. seinen Körper zu verlassen). Und wenn es, wie hier, kein Fuchs ist, kann ich dankbar aufatmen und muss nicht auf die Welt schimpfen.

Lieber sehe ich die Dinge. Im Zweifelsfall kann ich meine Liebe und Anerkennung vermitteln oder noch einfacher: Ich bitte die Engel oder Kraftiere um die beste Lösung für alle Beteiligten, einschliesslich mir. Also, nur Mut! Es ist gut, zu sehen, zu hören, zu fühlen, ja, zu wissen. Nur dann können wir handeln. Wie der so oft zitierte Moshe Feldenkrais schon sagte: "Wenn du weißt was du tust, kannst du tun, was du willst."

Wichtig ist, in keiner Situation mit dem Tier mitzuleiden. Erstens ist das schlecht für Euch, denn warum sollen zwei leiden? Ich glaube nicht daran, dass geteiltes Leid halbes Leid ist. Zweitens: Seid Ihr schon einmal bemitleidet worden? Wie hat es sich angefühlt? Geht es einem dann besser als ohne Mitleid? Ich kenne niemanden, der Mitleid als konstruktiv empfindet. Mitgefühl hingegen kann helfen. Wenn ich weiß, da ist jemand in Gedanken manchmal bei mir, da erkennt jemand an, was ich da für Arbeit leiste und auf mich nehme, dann fühle ich mich nicht mehr so allein.

Aber versteht Hilfeleistung nicht falsch. Wenn sie bis zur Selbstaufgabe geht, ist keinem geholfen. Kennt Ihr die Sicherheitsdemonstration in Flugzeugen? Dort weisen die FlugbegleiterInnen darauf hin, im Falle eines Druckverlustes zunächst selbst eine Sauerstoffmaske aufzusetzen und erst dann anderen zu helfen. Das ist nicht egoistisch, sondern lebenswichtig - wenn Ihr auf dem Weg, anderen zu helfen, leichtfertig Eure Gesundheit riskiert und wie in diesem Fall vielleicht ohnmächtig werdet, habt Ihr gar keinem geholfen.

Selbstlosigkeit ist keine Tugend. Sie ist lebensgefährlich. Ich animiere Euch nicht zum Egoismus, schließlich wähle ich die Grünen... Smiley Aber wenn gar nichts mehr von Euch da ist, weil Ihr selbst-los seid, helft Ihr anderen erst recht nicht. Seid präsent!

Also, immer erst selbst die eigene Versorgung sichern, dann könnt Ihr wirklich etwas bewirken.

 
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