Viele von Euch haben im laufe ihres Lebens geliebte Tiergefährten oder auch Menschen verloren. Dies ist häufig ein schmerzhafter Prozess, besonders wenn er plötzlich oder durch schwere Krankheit hervorgerufen wurde. Immer wieder werde ich darum gebeten, mit verstorbenen Tieren Kontakt aufzunehmen. Dies ist möglich - denn auch mit den Tieren, die sich noch in ihrem Körper befinden, ist es die Seele, mit der wir in Verbindung treten.
In der Regel sind sie sich der Verbindung mit "ihren" Menschen voll bewusst. Viele beschützen noch immer ihr altes Heim - oder sie senden neue Tiergefährten, die dann ihr Leben bei den Personen verbringen, die zurückblieben. Sie schätzen es, wenn wir wohlwollend und dankbar an die Zeit mit ihnen zurückdenken, ihnen liebevolle Gedanken und Wünsche senden und so auf gesunde Weise ihr Andenken bewahren. Auch sind sie dankbar, wenn ihre Menschen Hilfe bekommen, sie loslassen zu können.
Häufig fragen sich Menschen, die ein geliebtes Tier verloren haben, noch lange nach seinem Tod, ob sie alles richtig gemacht haben. Starke Schuldgefühle auf Seiten des Menschen können es dem Tier sehr erschweren, Abschied zu nehmen und sich voll auf das nichtkörperliche Dasein einzulassen. In diesem Fall ist es sinnvoll, durch ein Gespräch offene und vielleicht quälende Fragen mit dem Tier zu klären. Ich möchte aber davon abraten, eine vor vier Jahren verstorbene Katze heute zu fragen, warum sie immer den Briefträger angefaucht hat und vielleicht keine Milch mochte. Es bedeutet für unsere Tiere durchaus eine gewisse Anstrengung, derartige Fragen zu beantworten, denn dafür müssen sie sozusagen gedanklich für einen Moment in ihren Körper zurückkehren.
Solltet Ihr tatsächlich keine Ruhe finden, weil Ihr Euch noch lange nach seinem Tod um Euer Tier Sorgen macht, kann ein Gespräch durch eine Tierkommunikatorin natürlich durchaus hilfreich sein. Es gibt Menschen, die bestimmte Fristen setzen, nachdem ein Gespräch mit einem verstorbenen Tier geführt werden darf. Wenn Ihr mich schon ein bisschen kennen gelernt habt, wisst Ihr, dass man mir selten eine allgemeingültige Aussage entlocken kann. So auch hier nicht - der eine braucht länger und der andere weniger lange, um den Tod zu verarbeiten. Wenn ich einem Menschen und einem Tier durch den momentanen Schock helfen kann, der durch plötzlichen Tod entstanden ist, empfinde ich das als genauso wertvoll und heilend wie einem Tier die Möglichkeit zur Erklärung eines weiter zurückliegenden Ablebens zu geben. Abschied nehmen ist nicht an ein Zeitschema gebunden.
Ich möchte Euch also dazu ermutigen, Eure Tiere in Liebe und Dankbarkeit gehen zu lassen. Verlasst Euch darauf - Eure Verbindung, Eure Liebe zueinander bleibt bestehen. Denkt daran - Energie geht niemals verloren. Sie wird nur umgewandelt.
Durch Penelope Smith lernte ich das unten stehende Gedicht kennen, dessen Herkunft unbekannt ist. Ich finde es so heilend und wunderschön, dass ich es hier wiedergeben möchte. Ich hoffe, es bietet Ihnen in Zeiten der Trauer einen ebenso großen Trost wie mir und unzähligen anderen Menschen und hilft Euch, Eure Tiergefährten leichter und in Harmonie loszulassen.
Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort. Ich schlafe nicht.
Ich bin wie tausend Winde, die wehen.
Ich bin das diamantene Glitzern des Schnees.
Ich bin das Sonnenlicht auf reifendem Korn.
Ich bin der sanfte Herbstregen.
Wenn Du aufwachst in des Morgens Stille,
bin ich der flinke Flügelschlag friedlicher Vögel im kreisenden Flug.
Ich bin der milde Stern, der in der Nacht leuchtet.
Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort. Ich bin nicht tot.
Do Not Stand at my Grave and Weep
Do not stand at my grave and weep.
I am not there. I do not sleep.
I am a thousand winds that blow.
I am the diamond glints on snow.
I am the sunlight on ripened grain.
I am the gentle autumn rain.
When you awaken in the mornings hush,
I am the swift uplifting rush
of quiet birds in circled flight.
I am the soft stars that shine at night.
Do not stand at my grave and cry,
I am not there. I did not die.