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Interview mit Phoebe und Christine (geführt von Birgit Brunner und Sylvia Schwab aus Österreich, 2004)
1:
Wie bist du selbst zur Tierkommunikation gekommen und was ist dein ganz
persönliches Anliegen in /mit dieser Arbeit?
Ich habe mein Leben lang wie viele
andere unbewusst mit Tieren telepathisch kommuniziert. Auch mit Menschen
hatte ich komische Erlebnisse - da rief plötzlich jemand an, an den ich
gerade gedacht habe oder ich habe in der selben Nacht das gleiche
geträumt wie jemand anderes, der mir nahe stand... Ich habe diese Dinge
immer auf mein Einfühlungsvermögen zurückgeführt, sie waren Teil meines
Lebens, blieben aber eher im Hintergrund.
Dies änderte sich schlagartig in
einer Nacht im Mai 1999. Meine Seelengefährtin und Lehrerin, meine
Araber-Mix Stute Sheila war tragend und ich hatte nachts um drei
plötzlich das Gefühl, zu ihr zu müssen. Ich hinterfragte das nicht
großartig, sondern schnappte meinen damaligen Freund und fuhr zu ihr. Als
wir am Stall ankamen, lag Sheila in der Box und das Fohlen war bereits zu
sehen. Sie lag allerdings so nah an der Wand, dass es nicht herauskam,
ganz gleich, was sie tat. Das Fohlen stieß gegen die Wand. Sheila war
bereits nassgeschwitzt und schien große Schmerzen zu haben. Ich wies
meinen Freund an, das Fohlen sanft zu unterstützen und ich nahm die
Hinterbeine meiner Stute und zog sie von der Wand weg. Fragt mich nicht
wie - mein Pferd wiegt 400 kg! Mann entwickelt in Extremsituationen wohl
extreme Kräfte. Kurz: Fohlen und Mutter waren nach langer Zeit endlich
wohl auf, und als der kleine Hengst, Findus, nach fast drei Stunden
endlich stehen und trinken konnte, war ich der glücklichste Mensch der
Welt. Ich setzte mich ins Stroh und Findus legte sich zu mir. Ich sah ihn
an und meine Sheila - und beschloss, darüber nachzudenken, was hier heute
nacht passiert war. Dieses Erlebnis konnte ich nicht mehr als Zufall
einstufen.
Von da an öffnete ich mich endgültig
für das Thema Telepathie und als ich von Penelope Smith hörte, stand für
mich fest, dass ich ihre Kurse besuchen muss. Als ich diese Entscheidung
getroffen hatte, hörte ich die deutlichste Stimme in meinem Kopf, die ich
je gehört hatte (bis heute): "Dies wird dein Leben komplett
verändern. Es wird dein Leben sein."
Diese Stimme, heute weiß ich, sie
ist Teil des universellen Bewußtseins, hatte recht. Penelope Smith aus
Californien hat diese unglaubliche Pionierarbeit geleistet, um die
Kommunikation zwischen den Spezies zu verbessern und so Frieden, Liebe
und Harmonie zu verbreiten. Ich fühle mich geehrt und bin dankbar, daran
teizuhaben. Mein Wunsch ist es, das Bewußtsein der Menschen zu wecken für
alles Wunderbare, das das Leben, egal ob auf Erden oder in anderen
Dimensionen, zu bieten hat. Und wenn ich dabei Menschen helfen kann, sich
mehr als Teil des Lebens wahrzunehmen, bin ich genauso glücklich, wie
wenn meine Arbeit einem Pferd mehr Weidegang beschert.
2: Was sind die häufigsten Anliegen,
mit denen Menschen bei dir eine Tierkommunikations-Sitzung buchen?
An erster Stelle sind wohl
unerwünschte Verhaltensweisen wie Bellen, Unsauberkeit, oder einfach
"Ungehorsam". Viele Menschen befragen ihre Tiere aber auch nach
Ängsten und Krankheiten, ihren Wünschen und Abneigungen. Wichtig ist,
dass einem solchen Gespräch den Wunsch nach Veränderung zugrunde liegt.
3: Wie gehst du vor, wenn du eine
TK- Sitzung führst?
Ich rufe zum vereinbarten Termin an.
Es genügt, wenn die menschliche Bezugsperson mir das Tier optisch
beschreibt, ich freue mich aber auch über Photos. Dann brauche ich Namen,
Alter und die Information, wie lange das Tier schon dort lebt. Danach
können die Fragen gestellt werden, deren Antworten ich dann sozusagen
simultan übersetze.
4: Gibt es für dich einen
Unterschied in der Kommunikation mit lebenden oder bereits verstorbenen
Tieren? Wenn ja, wie erlebst du die Unterschiede und wie gehst du damit
um?
Der Hauptunterschied besteht vor
allem in den Fragen der dazugehörigen Menschen. Gespräche mit
verstorbenen Tieren sind meist noch emotionaler als die mit lebenden. In
der Regel spielt es aber keine Rolle, in welcher Dimension mit den Tieren
Kontakt aufgenommen wird.
5: Führst du auch Gespräche mit
Wildtieren und welche Unterschiede gibt es da zu Haustieren?
Ich freue mich sehr über Gespräche
mit Wildtieren, aber ich habe keine Unterschiede zu
"Haustieren" festgestellt. Sie kommunizieren genau wie jedes
andere Tier auch. Allerdings sind auch hier natürlich die Fragen andere -
ein Hirsch braucht sich nicht damit zu befassen, ob er zu laut ist oder
das Sofa anknabbert :-). Wildtiere leben ein anderes Leben und ich habe
oft erlebt, dass viele von ihnen mit den komplizierten Denkstrukturen der
Menschen nicht so vertraut sind, wie die Tiere, die sich für ein Leben
mit uns entschieden haben.
6: Gibt es eine Botschaft der
Wildtiere an uns Menschen?
Viele!
Mir sagte einmal ein Delphin: "Es ist das Zeitalter der Liebe und
der Einheit angebrochen. Ihr Menschen könnt voller Vertrauen sein, wir
führen Euch hinein."
Ein überfahrener Fuchs sagte einmal zu mir: "Seid nicht traurig über
den Verlust des Körpers. Ehrt das Leben und bettet die Körper in Mutter
Erde, und ihr seid eins mit dem Leben, mit Gott und mit euch
selbst."
Eine Libelle teilte mir vor kurzem mit: "Tanzt wieder, singt und
betet! Wo ist eure Fröhlichkeit? Seht ihr´s denn nicht? Das Leben? Die
Liebe? Die Schönheit? Ich sehe es! Öffnet nur eure Augen, ihr könnt es
sehen. Ihr müsst es nur wollen!"
7: Was waren deine persönlich
berührensten Erlebnisse, Momente in der Kommunikation mit Tieren?
Auch da gibt es viele... Es ist
immer besonders bewegend, wenn Tiere Abschied nehmen und die Möglichkeit
bekommen, das Wann und Wie zu bestimmen und sich noch mitteilen können.
Ich habe im Laufe der Zeit das Sterben als schmerzhaften, und doch
wunderschönen Teil des Lebens kennengelernt und habe viele Tiere und ihre
Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet.
Am Fall von einem
Berner-Sennen-Hund, deren Menschenfreundin mich rief, weil er zu sterben
drohte, sieht man die starke Verbindung von Mensch und Tier: Der Hund war
schwer herzkrank und verweigerte alle Medikamente. Er sagte mir, er wolle
gehen, könne aber nicht, weil sein Frauchen ihn nicht losließ. Er sagte
mir, er müsse aber dringend fort, um die Traurigkeit, die im Haus ist, zu
befreien. Er bat mich, seiner Menschenfreundin (die mich eigentlich
gerufen hatte, damit ich ihrem Hund vermittle, seine Medizin zu nehmen)
beim Loslassen zu helfen. Ich tat dies durch ein langes, sehr emotionales
Gespräch, in dem ich der Frau half, sich von ihrer riesigen Angst vor dem
Tod zu lösen. Später bat ich die Engel um die beste Lösung für alle
Beteiligten und verließ das Haus. Eine Woche später bekam ich einen Anruf
von der Frau - einen Tag nach meinem Besuch war der Hund friedlich
eingeschlafen. Zwei Tage später starb ihre Mutter, die seit 10 Jahren von
ihr im Haus gepflegt wurde, aber durch schwere Krankheit bettlägerig und
seit Jahren nicht ansprechbar war. Ich hatte davon nichts gewusst. Die
Frau war natürlich traurig, fühlte sich aber unendlich erleichtert -
trotz der schmerzlichen Verustes. Ihre Mutter und ihr Hund dankten ihr
und mir für das Geschenk der Freiheit.
Dieser Fall war schon besonders
berührend. Und es zeigt, wie eng wir doch miteinander verbunden sind.
8: Kann aus deiner Sicht jeder
Mensch die Kommunikation mit Tieren lernen, was ist dabei zu beachten?
Jeder kann die telepathische
Kommunikation mit Tieren erlernen, davon bin ich überzeugt. Voraussetzung
hierfür ist als erstes, dass wir anfangen, Tiere als ebenbürtig anzusehen
und uns ihnen mit Respekt und Freundlichkeit nähern. Dennoch lernen
Menschen in unterschiedlichen Tempi. Bei manchen dauert es eben länger -
und meiner Meinung nach ist auch nicht jede/r dazu geeignet,
Tierkommunikation zum Beruf zu machen. Aber die Fähigkeit, telepathisch
zu kommunizieren, ist jedem Lebewesen angeboren. Meiner Erfahrung nach
haben es allerdings die Menschen am leichtesten, die bereit sind, sich
von alten Vorstellungen und Pauschalurteilen zu lösen. In Gesprächen mit
Tieren und allem, was ist, gibt es nichts, was es nicht gibt!
9: Wie kann ich unterscheiden, ob
die Informationen, die ich von dem Tier empfange tatsächlich von ihm
stammen oder nicht bloß meine eigene Phantasie sind?
Meine Antwort für Einsteiger ist:
Sucht euch Menschen, mit deren Tieren ihr kommunizieren dürft und fragt
das Tier nach objektivierbaren Informationen. Wenn Euch Der Hund der
Nachbarin im Gespräch von seiner roten Couch berichtet, könnt ihr
anschließend nachfragen, ob sie wirklich existiert. Wie bei so vielen
Dingen kommt es auch auf die Übung an. Telepathie ist wie eine verlorene
Sprache. Wie viele von euch hatten Französischunterricht in der Schule
und könnten heute noch fließend sprechen? Aber hält man sich eine Weile
in Frankreich auf, kehrt die Erinnerung an die Sprache langsam zurück und
es wird ganz leicht, sie zu sprechen. Also, geht nach Frankreich! ;-) Und
achtet darauf, wie es sich anfühlt, mit Tieren zu sprechen. Achtet auf
euer Gefühl, wenn ihr eine klare Kommunikation habt. Sie fühlt sich
anders an als eine Projektion. Aber es braucht oft einige Zeit und Übung,
bis man diese feinen Unterschiede zwischen Projizieren und Empfangen
sicher wahrnehmen kann.
10: Wie gehst du damit um, wenn ein
Tier stark traumatisiert ist......kannst du mit diesen Tieren dann auch
in therapeutischer, psychologischer Hinsicht arbeiten oder bleibt die
Arbeit bei einem "dolmetschen" einem übersetzen für die
Menschen-PartnerInnen des Tieres?
Es kommt darauf an. Viele Traumata
lassen sich mildern oder sogar ganz auflösen, wenn das Tier die Chance
bekommt, sich darüber mitzuteilen. Ich erlebe dann sozusagen die
Situation mit dem Tier gemeinsam noch einmal, begleite es aber und stehe
ihm dabei zur Seite. Der wichtige Teil hierbei ist, dem Tier zu vermitteln,
dass ich seine Gefühle, seine Angst oder seine Schmerzen verstehen und
mitfühlen kann. Wichtig: Ich leide nicht mit, sondern sehe das Erlebte
nur durch die Augen des Tieres. Ein solches Gespräch ergänze ich oft
durch Energiearbeit aus der Ferne.
In manchen Fällen habe ich das
Gefühl (oder das Tier vermittelt es mir), dass das Tier auch auf
körperlicher Ebene Hilfe braucht. Dann verweise ich an TTOUCH und
TTEAM-Practitioner nach Linda Tellington Jones, die fast überall
vertreten sind und wunderbare Arbeit leisten, besonders wenn es um Ängste
geht. Auch der Gang zu Heilpraktikern und Tierärzten lässt sich manchmal
nicht vermeiden, denn ein Schock kann sich auch in körperlichen Problemen
manifestieren. Ich kenne da ganz klar meine Grenzen. Ich habe ein gutes naturheilkundliches
Grundwissen, das voll und ganz für kleine Tipps und Ratschläge ausreicht,
aber wenn der Fall komplizierter ist, gehört er in die Hände von
qualifizierten, erfahrenen Fachleuten.
11: In deinen Kursen arbeitest du
gemeinsam mit deiner Hündin Phoebe, wie kam es zu dieser Zusammenarbeit
und wie erlebst du diese Zusammenarbeit?
Ja, meine Phoebe (ausgesprochen wird
sie übrigens "Fibi")... Sie ist nun seit 2002 in Hundegestalt
bei mir. Sie ist mit der Absicht zu mir gekommen, mit mir gemeinsam Kurse
zu geben. Schon lange vor meinem ersten Kurs und lange vor ihrer Geburt
schickte sie mir Bilder von einer Gruppe Menschen, die im Kreis sitzen -
eine von denen war ich und sie saß zu meinen Füßen. Ich wollte
ursprünglich erst viel später einen Hund haben - doch Phoebe hatte andere
Pläne: "Du brauchst mich doch jetzt!" Sie hatte ja so recht.
Ich wohnte damals in Kiel und hatte
meine geliebte Farbratte Lilly gerade verloren. Sie hatte mich nachts
gerufen, um auf meinem Arm zu sterben, und rief mir beim Verlassen ihres
Körper zu: "Sei nicht traurig! Ich komme ganz bald wieder!!"
Ein halbes Jahr später teilte sie mir im Traum mit, dass sie wieder im
Körper wäre. Sie sei ganz in der Nähe und erwartete mich. Ich schlug am
Morgen die Zeitung auf und las eine Anzeige, in der
Münsterländer-Mischlingswelpen abzugeben waren. Ich wusste, das ist sie.
Ich fragte sie, wie ich sie erkennen sollte und sie sagte mir, sie sei
die kleinste, die hellste und das einzige Mädchen. Beim Hof angekommen,
traf ich auf sechs recht große, fast ganz schwarze Rüden und glaubte
schon, falsch zu sein, als um die Ecke eine kleine, schwarz-weiße Hündin
gelaufen kam, mich ansprang, küsste und eigentlich schon im Auto saß,
bevor ich auch nur den Impfpass in der Hand hatte. Ich nannte sie Phoebe,
weil ich den Klang mag und er in etwa soviel wie "die hell
Leuchtende" bedeutet.
Tatsächlich ist sie auf jedem Kurs
dabei, wenngleich selten in Person, da ich drei Viertel meiner Kurse weit
entfernt von Zuhause gebe. In der Regel lasse ich die TeilnehmerInnen als
erstes mit Phoebe kommunizieren, erstens, weil ich weiß, dass sie es
liebt und zweitens, weil sie es ihnen sehr leicht macht. Sie sorgt dafür,
dass jede/r etwas von ihr bekommt. Sie hilft mir sehr. Sie ist Weisheit
und Albernheit, Heilerin und Lehrerin in einem - und sie ist es auf so
humorvolle, nachhaltige Art.
12: An Phoebe gerichtet: Liebe
Phoebe, du arbeitest mit Christine gemeinsam im Unterrichten der
Tierkommunikation, magst du uns und unseren LeserInnen erzählen, wie du
diese Arbeit empfindest und was dir daran wichtig ist?
Der Spaß! Wenn ich komme, wird´s
lustig! Ich helfe Christine und fülle den Raum zwischen den Worten. Ich weiß,
dass ich Türen öffnen kann zu allen Menschen - und es geht um nichts als
um Liebe. Liebe ist alles, was wichtig ist. Ich kann die Botschaft sehr
gut verbreiten, weil ich noch schneller bin als ihr Menschen. Ich kann
alles von euch fühlen, wenn Ihr mit den Herzen sprecht.
13: An Phoebe: hast du eine
Botschaft für Menschen, die an Tierkommunikation interessiert sind?
Ihr müsst lernen, im Kopf
aufzuräumen. Geht hinaus, tobt, lacht... Und dann übt. Und befreit die
Tiere, sie müssen frei sein, wenn ihr wollt, dass sie bei euch bleiben.
Befreit die Tiere, dann sind eure Köpfe und euer Geist auch frei. Geht
nur dahin, wo ihr hin wollt. Das Leben ist kurz. Und schön! Ich liebe
euch alle sehr!
14: Wie sind die Kurse für das
Erlernern der Tierkommunikation aufgebaut und was lernt man/frau darin?
Am ersten Tag des Basiskurses machen
wir vor allem Übungen, um den Geist ruhig zu bekommen und üben dann das
Senden und Empfangen telepathischer Botschaften von Mensch zu Mensch.
Dies soll schon einmal einen Eindruck davon vermitteln, wie sich Telepathie
und eine gute, klare Verbindung anfühlt. Zudem lernen die TeilnehmerInnen
in diesen Trockenübungen ihre eigenen Stärken und Schwächen sowie ihren
persönlichen Rhythmus kennen. Am zweiten Tag kommunizieren wir dann
direkt mit mitgebrachten oder zu Hause gebliebenen Tieren. Ich möchte
gern soviel Übung wie möglich an diesem Tag gewährleisten.
Ziel des ganzen Kurses ist es, die
verlorene Sprache Telepathie wiederzuentdecken und so den Grundstein zu
legen für die Tierkommunikation. Ich bin immer wieder überrascht, wie
schnell manche Menschen lernen. Trotzdem - so ein Kurs kann ganz schön
überwältigend sein, weil man möglicherweise einige alte Vorstellungen
ablegen muss. Das fällt nicht allen Menschen so leicht. Manchmal braucht
es einige Zeit, um das Gelernte zu verarbeiten und dann später
anzuwenden.
Was ich unglaublich wichtig finde an diesem und weiteren Kursen ist die
Tatsache, dass man mit Gleichgesinnten zusammen kommt. Da ist man unter
Menschen, die ähnlich fühlen und denken wie man selbst - man lernt so
viel voneinander. Und es macht jede Menge Spaß!
15: Wie lange braucht es, bis man
Tierkommunikation beruflich ausüben kann?
Wie bei fast allen Themen gibt es
hier keine allgemeingültige Antwort. Es hängt ab vom eigenen Lerntempo,
von den Lebensumständen, von der Fähigkeit, mit Menschen und Tieren
umzugehen und von vielen weiteren Faktoren. Ich persönlich hatte eine
lange Anlaufzeit, in der ich Kurse besucht habe, die mich jedes mal ein
Stück näher zu meinem Ziel gebracht haben. Das Ausbildungssystem bei
Penelope Smith ist so aufgebaut, dass dem Basiskurs die Aufbaukurse I,
II, III VI und V... folgen. Während meiner Ausbildung ging es mit dem
ersten Fall plötzlich sehr schnell los und es folgten viele weitere.
Genauso war es mit den Kursen. Das schöne an dieser Arbeit ist, dass sie
sich herumspricht und wenn man einen guten Eindruck hinterlässt, wird man
weiterempfohlen. Es nimmt dann eine wunderbare Eigendynamik an, die zur
Ungeduld neigenden Menschen (zu denen ich mich dazuzähle) Vertrauen lehrt
darin, dass alles so kommt, wie es gut ist.
16: Wie gehst du damit um, wenn ein
Tier mit dir sprechen möchte, der dazugehörige Mensch das aber nicht will
oder nichts von TK hält?
Ich respektiere den Wunsch des
Menschen und setze mich nicht über ihn hinweg. An dem oben beschriebenen
Fall mit dem Berner-Sennnen-Hund sieht man, dass man einiges über den
Menschen erfahren kann, obwohl man mit dem Tier spricht. Ich habe die
Pflicht, das Bestmögliche für Mensch und Tier zu tun, sobald man mich darum
bittet. Ich biete dem Menschen auch durchaus meine Hilfe an, verurteile
ihn aber nicht, wenn er sie ablehnt.
Wenn ich mit einem Tier kommuniziere
und es teilt mir seine Probleme mit, möchte ich auch gern etwas gutes in
Bezug auf seine Lebensumstände bewirken können. Das kann ich nicht, wenn
der Mensch nicht bereit dazu ist. In solchen Fällen teile ich dem Tier
mein Verständnis für seine Situation mit und erkläre ihm, warum ich nicht
eingreifen kann. Ich danke ihm für die Arbeit, die es leistet, um seinen
Menschen zu lehren und bitte die Engel um die beste Lösung für alle
Beteiligten dieser Situation.
17: Was ist dein Wunsch in Bezug zur
Tierkommunikation und der Gesellschaft?
Mein Wunsch ist es, dass die
Kommunikation uns mit allem, was ist neu verbindet und wir wieder unsere
Einheit spüren können. Und ich bin überzeugt, dass es eines Tages so
kommen wird. Wir haben alle das Glück, an einer wunderbaren Strömung und
einem Erwachen neuen Bewusstseins teilzuhaben. Ich genieße jede Sekunde
davon.
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